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Sulzfelder Bildstock

Details


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Jahre lang stand, abgerissen und bauten mit Geldmitteln überwiegend von den Sulzfelder Einwohnem eine neue Kirche, die am 17. März 1443 von dem ersten Patronatsherren Martin von Göler eingeweiht worden ist. Zu dieser haben die Freihenen von Göler von den Sulzfeldern noch keinen Zehnten bekommen, deshalb war die Bedingung der Sulzfelder Geldgeber, dass der Kirchturm so hoch sein muss, dass man diesen von dem heutigen Bildstockplatz aus sehen konnte. In topografischer Hinsicht war das eine gewaltige Höhe, weshalb die Kosten der Kirche aufgestockt werden mussten. Diese Mehrkosten wurden in drei Teilen zwischen dem Kirchendekanat, den Einwohnern und den Freiherren von Göler aufgeteilt.

Das Nachmessen des noch vorhandenen Sockelblocks und der abgebrochenen siebeneckigen Säule hat nach langen Ermittlungen und vielen Fachgesprächen ergeben, dass der ganze Bildstock aus einem Sandsteinblock heraus gearbeitet worden ist.

Auch wurde festgestellt, dass die vorhandenen Maße alte durch die heilige Zahl sieben teilbar sind. Folglich sind auch die Maße des fehlenden Bildstockoberteils mit dem Bildgehäuse alle durch die Zahl sieben teilbar.

Der Sulzfelder Bildstock wurde im romanischen Stil des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Sandsteinsockel ist 7 x 8, also  cm2 und 7 x 9, a!so 63 cm hoch.

Der Erbauer hat mit Sicherheit das Maulbronner Kloster gekannt, denn dort sind zum Beispiel in der Klausur und bei den Säulen des Herrenhauses dieselben Sockelsteine vorhanden. Die Lysinen, also die Verbindung vom Socke!stein zur siebeneckigen Säule sind ein spezielles Giiedelement, welches mit 7 cm Höhe eine fließende Verbindung herstellt. Solche Verbindungen findet man nur beim romanischen Baustil. Allerdings sind im Maulbronner Kloster die meistern Säulen, weiche die gotischen Maßwerkfenster stützen, rund.

Die siebeneckige Säule des Sulzfelder Bildstocks war 7 x 4 cm, also 28 cm dick und in der Originallänge war sie 7 x 17 cm, also 119 cm hoch. Das Grundprinzip der siebeneckigen Säule wurde aus zwei religiös historischen Gesichtspunkten abgeleitet. Erstens hat Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen, zweitens bekam der Apostel Johannes das Buch mit den sieben Siegelns überreicht.

RSS Icon Kommentare (2)

  • J. Riedinger
    Klaus Maier schrieb:

    Respekt für die intensive Recherche und die ausführlichen Beschreibungen.
    Zu Beachten sei, dass das Metrische System in Baden erst 1810 eingeführt wurde. Unter diesem Aspekt wäre die Bemaßung zu überdenken. Auch über die Zusammenhänge mit dem christlichen Glauben als Grund für das Entstehen des Bildstocks könnte spekuliert werden.

    Hinweis:
    Dieser Kommentar wurde wegen eines Datenbankfehlers sinngemäß wiederhergestellt.
  • Karl Ege
    I apologize since I do not speak or write German fluently. My great-great grandfather, David Marcus Ege was born in Sulzfeld in 1832. His son, my great-grandfather, Karl Ege, was born in Karlsruhe on October 10, 1861. He ultimately emigrated to the United States and settled in New York City. I would like to know if any other members of the Ege family remain in Sulzfeld. My great-great-great grandfather was Johann Marcus Ege, born in Sulzfeld in 1794, and my great-great-great-great grandfather was Johannes Ege, was born in Sulzfeld in 1766. Other family members who were born in Sulzfeld include my great-great-great grandmother, Catarina Margarita Mai (wife of Johann Marcus Ege), born in Sulzfeld in 1796, and my great-great-great-great grandmother, Sophia Mohr (wife of Johannes Ege), born in Sulzfeld in 1768). Many years ago I visited Sulzfeld and enjoyed a fine glass of wine at Schloss Ravensburg. It is a beautiful village and I hope to return someday. Again, I apologize for writing in English. Best wishes. Karl Ege

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