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Steinerne Brücke

Details

Die steinerne Brücke, genannt „’s stoinerds Brigle“

Diese Kohlbachbrücke hat bis 1945 ihren Brückendienst Richtung Eppingen,
Rohrbach und Zaisenhausen bei der heutigen Aral-Tankstelle geleistet.

Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts, noch vor der Rundbogenbrücke an
der Weilergasse, in einfachstem Gewölbesystem erbaut. Die beiden Stirnseiten
waren mit grob gehauenen Sandsteinen unförmig verkleidet. Dabei entstand
kein feines, sondern ein robustes und rustikales Aussehen.

Weil Sandsteine zu dieser Zeit das hauptsächliche Baumaterial waren,
wurde oben, auf beiden Seiten je zwei große Sandsteinblöcke von
50 x 60 x 150 cm aufgesetzt, so dass eine Geländerlänge von insgesamt
3 m entstand.

Durch diese massiven Geländersteine hat sich die ursprüngliche Überfahrtsbreite
von 3,80 m auf 2,80 verringert. Dadurch entstand eine optisch klein wirkende
Brücke mit Einbahnverkehr.

Durch die wuchtig aussehenden Stirn- und Geländersteine und wegen der schmalen
Überfahrtsbreite wurde die Brücke im Sulzfelder Dialekt „’s stoinerds Brigle“, also
die kleine, steinerne Brücke genannt.

Trotzdem haben die Kinder, auf dem Geländer sitzend, ihre Beine baumeln lassen.
Dabei wurden sie des öfteren von vorbeifahrenden Fuhrwerken in die Kohlbach geschubst.

Am Dienstag, dem 3. April 1945 wurde „’s stoinerds Brigle“ von der Deutschen
Wehrmacht gesprengt, mit dem Ziel, die von Rohrbach heranrückenden Franzosen
aufzuhalten. Am 6. April 1945 rückte gegen 11.30 Uhr eine französische Panzereinheit
zur gesprengten Brücke.

Die Franzosen fällten Pappeln, warfen diese in den Bach, überquerten an dieser Furt
den Kohlbach und besetzten Sulzfeld.


Manfred Himmel

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