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Das Germania Denkmal

Details

Feldzug 1870/71 gegen Frankreich
Grund für das Denkmal

Das Sulzfelder Germania Denkmal war zum Gedenken der 77 Teilnehmer und der 3 Gefallenen des gewonnenen Feldzuges gegen die Franzosen im sogenannten 7oer Einigungskrieg errichtet worden. Bei diesem Feldzug, den die Franzosen am I9. Juli I87o entfesselt haben, ist Fürst Bismarck eine gemeinsame Verteidigungsanstrengung aller Deutschen gelungen. Auslöser dieses Krieges war die sogenannte ,Emser Depesche" vom 23. Juli I87o, in der es um den Streit zwischen Preußen und Frankreich bezüglich der spanischen Thron-Kandidatur  ging. Prinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen wollte Spanischer König werden. Diese Tatsache 'führte in Frankreich zu einer Welle der Entrüstung, weil die Franzosen eine Einkreisung durch die Hohenzollern befürchteten.
Nach massiven französischen Drohungen zog der Prinz seine Kandidatur zurück.

Bismarck provozierte in der schon erwähnten ,Emser Depesche" Napoleon den III. derart, dass er sich unter innerpolistischem, französischen Druck zur Kriegserklärung gegen Preußen veranlasst sah.
Hauptsächlich durch das badische, württembergische und bayerische Staatsbewusstsein wurde daraus ein Nationalkrieg, welcher auch deshalb siegreich zu Ende ging. Schon am   I. September I87O, also 3 Wochen nach Beginn, haben die Franzosen die militärische Kraft Preußens und vor allem der verbündeteten Süddeutschen Staaten falsch eingeschätzt.
Deshalb erlitten die französischen Truppen bei Sedan die entscheidende Niederlage.
Am 2. September I87o begannen dann in Sedan sofort die KapitulationsVerhandlungen mit Bismarck und Moltke auf deutscher Seite und Napoleon dem III. auf französischer Seite. Daraufhin wurde am 3o. Januar I87I im französischen Königsschloss von Versailles angesichts des besiegten Frankreichs das Deutsche Kaiserreich ausgerufen.
Am 1o. Mai I87I wurde dann in Frankfurt am Main der Friedensvertrag unterzeichnet.


Die Schlacht bei Sedan machte ein geeintes Deutsches Reich" und an seiner Spitze einem deutschen Kaiser möglich. Deshalb wurde der z. September zu einem nationalen Gedenkfeiertag, der sogenannten Sedanstag vom Kaiser ernannt und von Bodelschwingh mit dem Eingreifen Gottes beschrieben.

Ein Kriegerdenkmal in Sulzfeld sollte dazu beitragen, dass durch das neue Deutsche Staatsgebilde eine einheitliche Nation erscheinen sollte. Die Denkweise nach I87I lieferte dann auch den nationalen Rahmen zum Verständnis der Propagandafunkfion für ein Kriegerdenkmal.
Ein solches Denkmal sollte den religiösen Nationalbegriff den noch nicht dazu bekehrten Arbeitern nahebringen,
und die schon monarchistisch gesinnten Adligen sowie das Militär, dabei zu unterstützen.

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