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Sandsteine, Steinbrüche und Steinhauer

Details

 

Namen und Lagen der Steinbrüche


Dieser ist der älteste und größte Sulzfelder Steinbruch. Da an verschiedenen Stellen
dieses großen Areals die Steine aus tiefen Lagen gebrochen werden mussten, nannten
die Steinhauer dieses Gebiet auch: „Steingrubenwald". Der JägersitzSteinbruch liegt
oberhalb vom Fröschberg, südlich vom Lichtenberg, direkt an der Mühlbacher Gemarkungsgrenze.
Oberhalb der senkrecht abfallenden Felswand verläuft der Sulzfelder Panoramaweg,
teilweise nur zwei Meter vom abgesicherten Abgrund entfernt vorbei. Diese östliche
Felswand hat eine stattliche Länge von etwa 800 m, die dreieckige Ausbruchsgrube
besitzt eine Schenkellänge von 300 m. Der flachere südliche Steinbruchabschluss wird
mit 200 m angegeben. Somit belegt der Jägersitz-Steinbruch eine Fläche von 2,5 ha.
Der Name ,Jägersitz" ist erst im 19. Jahrhundert entstanden. Er ist auf das an der steilen
Ostwand herausragende ~Felspodest" zurückzuführen. Ein Jäger, der seinen Ansitz
auf dieses Felspodest verlegt, hat das ganze Steinbruchgelände und die sich darin
aufhaltenden Waldtiere im Blickfeld. Wegen dieser Tatsache bekam der Steinbruch
den Namen „Jägersitz".

Mit dem PKW kann der Jägersitz-Steinbruch nicht ganz angefahren werden.
Der bequemste Weg führt vom Parkplatz „Birkensee" am Richtweg oberhalb des
Mühlbacher Steinbruchs entlang. Andere Möglichkeiten ergeben .sich vom großen
Sulzfelder Waldparkplatz, vom Ravensburgparkplatz, dem Parkplatz an der
Effelderichhütte und dem Parkplatz vor dem Waldgasthof Koser aus. Die allernächste
Parkmöglichkeit, welche aber nur für Anlieger zulässig ist, befindet sich am Mühlbacher
Wasserhochbehälter.

 

RSS Icon Kommentare (2)

  • Gottfried Eigenmann, CH4106 THERWIL, Schweiz
    Auf der Suche nach Info zu Sulzfelder Steinbrüchen und Steinmetzen um das Jahr 1900 (+-) bin ich auf Ihren Artikel gestossen. Mein Vater, der in Sulzfeld aufwuchs, arbeitete zu dieser Zeit in einem dieser Steinbrüche und wanderte um 1900 - 1913 in die Schweiz aus. Es gibt dürftige Hinweise, dass er auch in Basel am Münster arbeitete. Gibt es weitere Hinweise, die das in mehr Detail beleuchten würden. Ich habe vor einigen Jahren eine Zusammenstellung der EIGENMANN Familien im Kraichgau verfasst. Eine kurze Antwort zu meiner Frage würde mich sehr freuen. Freundliche Grüsse - Godi Eigenmann, Therwil, Schweiz
  • Nikolai Wandruszka
    Meine beiden Urgroßväter hatten hiermit zu tun: Christian Pfefferle (1885-1932) war Steinbrecher, ere wohnte anfangs "bei Straub im 2. Stock neben dem Gasthof Engel in der Hauptstraße zur Miete. Sein anfänglicher Besitz (1891) bestand in einem Acker und einer Ziege. Am 7.4.1897 erwirbt er von Wilhelm Wolfmüller das Grundstück nr.340 (Hofraite im Ortsetter von 7 a 74 qm) und den 2. Stock des Wohnhauses nr.152 mit gewölbtem Keller unter dem Balkenkeller, samt Scheuer mit Stall sowie die zwei unteren Schweineställe in der Neuhöferstraße für 2800 Mark. Mit dem Kauf von zwei Äckern 1898 erfolgte die Erwerbung der ersten Kuh im selben Jahr. Am 9.1.1903 Verpflichtung zum Gemeinderat. Es folgten weitere Landerwerbungen und schließlich 1911 sein erstes Pferd. Im Februar 1920 konnte er schließlich den unteren Stock des Hauses in der Neuhöferstraße erwerben, wo seine Mutter dann lebte. Er hatte sich vom Steinbrecher zum besitzenden Landwirt hochgearbeitet. 6.6.1926 Teilnahme am 50jährigen Stiftungsfest des Militärvereins Sulzfeld". Der andere Urgroßvater Jakob Mehl (1857-1934), der "Brettemer Mehl" war Arbeiter am Tunnelbau (1870er Jahre), bevor er 11 Jahre als Kutscher und Hausdiener im Hotel Krone Post in Bretten arbeitete (Quelle:"Alt und lebenssatt" - Ahnenliste Mehl/Pfefferle (7.4.2019))

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