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Sandsteine, Steinbrüche und Steinhauer

Details

 

Steinbruchgebiete

Der Hügelzug von Kürnbach bis zum Ottilienberg, in welchem unsere Steinbrüche liegen,
wird in den offiziellen topografischen Karten als „Hartwald" bezeichnet. Das Wort und
die Silbe „hart" hat ursprünglich nichts mit hartem Stein zu tun. Dessen Bedeutung liegt
in seiner „keltisch-slawischen" Herkunft, in welcher es um die ausgedehnte Ansammlung
von Bäumen ging. Schon Cäsar hat tief beeindruckt über den germanischen Urwald und
seine vielen Baumriesen, die ihm „so alt wie die Welt erschienen", gesprochen.

In der aktiven Sandsteingewerbezeit wurden die Gebiete nahe bei den Steinbrüchen
„Kruschhalde" genannt. Diese Bezeichnung wurde aus der vor-römischen Zeit, von den
damals hier keltisch-germanisch sprechenden Menschen abgeleitet. Die erste Silbe „krusch"
wird im angelsächsischen „crush" (sprich: krasch) genannt und bedeutet Klumpen, Brocken,
Ansammlung von gebrochenen oder zerschlagenen Steinen. Des Weiteren bezieht sich das
Wort „krusch" oder „crush" auf das Knirschen, das Geräusch des Brechens, Zersplittern und
Zerstoßens von Steinen. Die zweite Silbe „Halde" bedeutet nach wie vor ein aufgeschütteter
Hügel oder Abraumhaufen. Also wurden schon vor 2000 Jahren an den Sulzfelder
Steinbruchgebieten viele Haufen und Hügel von Schutt und Geröll angelegt.
Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde das Gebiet um die Sulzfelder Steinbrüche
deshalb „kruschhalder Gebirgszug" genannt.

Heute bezeichnen wir diesen Bezirk als ,Ochsenburger Wald",
weil er näher bei Ochsenburg als bei Sulzfeld liegt.

 

RSS Icon Kommentare (2)

  • Gottfried Eigenmann, CH4106 THERWIL, Schweiz
    Auf der Suche nach Info zu Sulzfelder Steinbrüchen und Steinmetzen um das Jahr 1900 (+-) bin ich auf Ihren Artikel gestossen. Mein Vater, der in Sulzfeld aufwuchs, arbeitete zu dieser Zeit in einem dieser Steinbrüche und wanderte um 1900 - 1913 in die Schweiz aus. Es gibt dürftige Hinweise, dass er auch in Basel am Münster arbeitete. Gibt es weitere Hinweise, die das in mehr Detail beleuchten würden. Ich habe vor einigen Jahren eine Zusammenstellung der EIGENMANN Familien im Kraichgau verfasst. Eine kurze Antwort zu meiner Frage würde mich sehr freuen. Freundliche Grüsse - Godi Eigenmann, Therwil, Schweiz
  • Nikolai Wandruszka
    Meine beiden Urgroßväter hatten hiermit zu tun: Christian Pfefferle (1885-1932) war Steinbrecher, ere wohnte anfangs "bei Straub im 2. Stock neben dem Gasthof Engel in der Hauptstraße zur Miete. Sein anfänglicher Besitz (1891) bestand in einem Acker und einer Ziege. Am 7.4.1897 erwirbt er von Wilhelm Wolfmüller das Grundstück nr.340 (Hofraite im Ortsetter von 7 a 74 qm) und den 2. Stock des Wohnhauses nr.152 mit gewölbtem Keller unter dem Balkenkeller, samt Scheuer mit Stall sowie die zwei unteren Schweineställe in der Neuhöferstraße für 2800 Mark. Mit dem Kauf von zwei Äckern 1898 erfolgte die Erwerbung der ersten Kuh im selben Jahr. Am 9.1.1903 Verpflichtung zum Gemeinderat. Es folgten weitere Landerwerbungen und schließlich 1911 sein erstes Pferd. Im Februar 1920 konnte er schließlich den unteren Stock des Hauses in der Neuhöferstraße erwerben, wo seine Mutter dann lebte. Er hatte sich vom Steinbrecher zum besitzenden Landwirt hochgearbeitet. 6.6.1926 Teilnahme am 50jährigen Stiftungsfest des Militärvereins Sulzfeld". Der andere Urgroßvater Jakob Mehl (1857-1934), der "Brettemer Mehl" war Arbeiter am Tunnelbau (1870er Jahre), bevor er 11 Jahre als Kutscher und Hausdiener im Hotel Krone Post in Bretten arbeitete (Quelle:"Alt und lebenssatt" - Ahnenliste Mehl/Pfefferle (7.4.2019))

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