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Das Germania Denkmal

Details

 

Was ist am Denkmalsockel eingemeißelt

Im Denkmalsockel sind vor allem die beteiligten Sulzfelder Kämpfer und die drei Gefallenen vom Feldzug gegen Frankreich x87o - 7x eingemeißelt. Diese Namen sind auf dem so gennannten Hauptwürfel pro Fläche in zwei Spalten mit einer eingemeißelten Trenn-Nute untereinander aufgeführt. Der Namenseintrag beginnt auf der rechten Südseite mit Dijon, wo 'fünf Freiherren Göler die linke Spalte fast zu 2/3 einnehmen, beginnend mit dem Rang seiner militärischen Bezeichnung.
Anschließend folgen die Sulzfelder Kämpfer-Namen im ABC fortlaufend von rechts nach links, ohne die Zugehörigkeit der obenstehenden Gefechtsorte zu berücksichtigen Auf dieser Gefechtsortsleiste steht vorne „Straßburg"  rechts „Dijon" hinten „Nuits"  links Belfort. Auf dem unteren Quadersockel wurde in derhinteren Ostseite folgendes eingemeißelt:

Ihren siegreichen Söhnen
Im Feldzuge 1870 – 71
Die siegbare Heimatgemeinde

Auf der ganz unteren Karnis - Abschlussplatte steht:

Errichtet am 1. September 1896

Alle Buschstaben und Zahlen sind im gesamten Denkmalsockel bis auf das i-Tüpfelchen hundertprozentig gleich. Der Steinmetz der dies vollbracht hatte, würde heute als Künstler ersten Ranges eingestuft werden. Er hatte zuerst die zu beschrifteten Flächen von Hand geschliffen, dann mit Schlämmkreide bestrichen und getrocknet. Nun hatte er die Buchstaben mit einem Stahlstift frei Hand ohne Muster und ohne Modell aufgezeichnet. Danach kam die wichtigste Arbeit, in dem er die Buchstaben ebenfalls frei Hand mit verschiedenen Schrifteisen konisch nach innen vertieft herausgehauen hatte. Ein guter Steinschrift-Fachmann kann heute noch feststellen, ob die eingemeißelte Schrift von einem Rechts- oder von einem Linkshänder vollbracht wurde.
Fast alle Buchstaben im Denkmalsockel sind von einem Rechtshänder eingemeißelt, allerdings wurde wahrscheinlich der Stadtname , Straßburg" und die Jahreszahl 187o - 71 vorne auf dem Denkmalsockel von einem Linkshänder eingemeißelt.

 

RSS Icon Kommentare (1)

  • Sandy Michael Falldorf
    Ein sehr gut recherchierter und toll verfasster Bericht. Ich hoffe die Germania wird eines Tages restauriert und wieder aufgestellt und würde auch dafür spenden (obwohl ich nicht aus Sulzfeld bin). Wie wir uns zurecht an die Gräultaten der Nazis erinner, auf das es NIE wieder vorkommt, sollten wir auch unsere sonstige Vergangenheit hochhalten dürfen. Die Germania-Figur drückt den Stolz auf ein geeintes Deutschland ans. Sie kommt aus einer Zeit, in der viele deutschsprachige Menschen sich sehr danach sehnten und sie waren froh als das Kaiserreich endlich gegründet wurde. Das Denkmal hat meiner Meinung nach nichts mit einer Drohung gegen Frankreich zu tun. Der Krieg 1870/71 half nur dabei die deutschen Königreiche und Fürstentümer zu einen und man wollte sich dieses nicht mehr nehmen lassen.

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