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Zeitreise zu den ehemaligen Ravensburg Bauten

Details

Das alte und das neue Ritterhaus

 

1565 erbaute Hans III Göler von Ravensburg (27) und dessen Frau Maria von Gemmingen das neue Ritterhaus. Dieses neue Ritterhaus wurde zum Teil auf dem Platz, wo sich das erste Wohnhaus  auf der Burg und später auch das alte Ritterhaus befanden. Das alte Ritterhaus oder „Bernhardsche Schloss“ genannt, kann dem Namen nach. nur Bernhard I ca. 1525 erbaut haben. Bernhard I muss dann 1536 das Bernhardsche Schloss seinem Taufpaten Bernhard II überschrieben haben.
Das alte Ritterhaus oder Bernhardsche Schloss wurde 1546 im Schmalkaldischen Krieg total zerstört. In einem Teilungsvertrag zwischen Bernhard II und seinem Bruder Hans III wurde die gesamte Grundfläche rechts vom Turm, einschließlich Rabankeller bis zur inneren Ringmauer, Hans III zugesprochen. Den Keller unter seinem neuen Ritterhaus hat Hans III mit dem unterirdischen Wehrgangsystem verbunden.

 

 

 

Das zweistöckige neue Ritterhaus muss, allen Unterlagen zufolge, ein Winkelbau gewesen sein, welche vorne über dem Rabenkeller an den Turm angebaut war. Rechts muss das neue Ritterhaus auf der inneren Ringmauer bis zum nördlichen Ende aufgesetzt gewesen sein. Über dem gotischen Eingangsportal des neuen Ritterhauses waren das Wappenschild der Göler von Ravensburg und das seiner Frau Anna Maria von Gemmingen angebracht.
Unterhalb des Wappenschildes stand auf einer Tafel folgende Lebensweisheit.
 

           „So entstehen wir, so vergehen wir,
            und der Tod ist von Anfang an gewiss“

 

Weil Hans III durch Einvernehmen mit seinem Bruder Bernhard II, das ganze Dorf Daisbach erhielt, wurde dieses Wappenschild Göler/Gemmingen am Ostseingang des Daisbacher Gölerschen Wasserschloss angebracht. Dort ist es noch heute zu besichtigen. Zu bemerken ist noch, dass alle heute noch lebenden Göler aus dieser Ehe von Hans III und seiner Frau von Gemmingen abstammen.
Das neue Ritterhaus von Hans III wurde von Ferdinand I Göler von Ravensburg (139) 1822 wegen Baufälligkeit abgerissen. Weil Ferdinand I 1829 die lange Scheuer im Rentamt, entlang der Bachstraße erbaute, wurden bestimmt alle brauchbaren Steine aus diesem Abriss dafür verwendet.

RSS Icon Kommentare (1)

  • J. Riedinger
    Wolf von Göler schrieb:

    Danke für diese fundierte Abhandlung!

    Hinweis:
    Dieser Kommentar wurde wegen eines Datenbankfehlers sinngemäß wiederhergestellt.

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