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Sandsteine, Steinbrüche und Steinhauer

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Die Alemannenzeit ohne Sandsteine

Als die Römer um 330 n.Chr, der Übermacht der germanischen Stämme weichen mussten und nach Rom zurück strömten,
entstand ein lang andauerndes Machtvakuum, das die Völkerwanderung erst möglich machte. In diesen unruhigen Zeiten
kamen unsere Steinbrüche völlig zum Erliegen. Viele römische Villen gingen wie nachgewiesen im Flammen auf, andere
wurden mit zugemauerten Kellern gefunden, weil die römischen Besitzer auf bessere Zeiten hofften und darauf, dass
sie ihren Besitz wieder besiedeln konnten. Unser reichfrequentiertes Durchgangsgebiet lag jetzt 200 Jahre brach und
alle Beweise einer römischen Besiedlung zerfielen. Die Gebäude, die Sandsteindenkmäler, die Jupitergigantsäulen, die
Grabmale, die Weihesteine und die berühmten Badanlagen zerfielen, wurden von Bäumen und Unkraut überwuchert.

Ein Weltreich, das sich für 500 Jahre mit Terror und Diktatur halten konnte, war zunächst vergessen. Die nun folgenden
alemannischen Siedler schlugen Alles, was nach römisch aussah, kurz und klein. Sie rodeten das Ackerland ohne
Rücksicht auf vergangene Kulturgüter. Ihre Gebäude bauten sie wie gewohnt aus Holz und verachteten Alles, was aus
Stein war. Unter diesen Alemannen fand man mit Sicherheit keine Steinmetze und keine Maurer. Das Know-How und
die Infrastruktur der Römer mit der straffen Organisation der römischen Kirche zusammen mit der lateinischen Sprache
wurden total vergessen. Die Alemannen versuchten, eine eigene Schrift zu entwickeln. Da ihr Alphabet für eine
ordentliche Schreibweise nicht ausreichte, konnten keine richtigen Beschreibungen ihrer Tätigkeiten gefunden werden.

 

RSS Icon Kommentare (1)

  • Gottfried Eigenmann, CH4106 THERWIL, Schweiz
    Auf der Suche nach Info zu Sulzfelder Steinbrüchen und Steinmetzen um das Jahr 1900 (+-) bin ich auf Ihren Artikel gestossen. Mein Vater, der in Sulzfeld aufwuchs, arbeitete zu dieser Zeit in einem dieser Steinbrüche und wanderte um 1900 - 1913 in die Schweiz aus. Es gibt dürftige Hinweise, dass er auch in Basel am Münster arbeitete. Gibt es weitere Hinweise, die das in mehr Detail beleuchten würden. Ich habe vor einigen Jahren eine Zusammenstellung der EIGENMANN Familien im Kraichgau verfasst. Eine kurze Antwort zu meiner Frage würde mich sehr freuen. Freundliche Grüsse - Godi Eigenmann, Therwil, Schweiz

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