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Historische Baulichkeiten - 280 - 600 n. Chr.

Details

Um 280 nach Christus

Um von der römischen Warte vom Ravensburghügel aus die Seem0hle und vor allem die Therme in der Sulzfelder Badstube problemlos erreichen zu können, bauten die Römer den ersten Verbindungsweg abwärts, Richtung Westen, und nannten ihn Eselehohl.

Dieser Name ist der Beweis, dass die Römer auch in Sulzfeld waren, denn in allen umliegenden Orten wie Rohrbach a. G., Bahnbracken, Gochsheim, Gondelsheim und Knittlingen, wo die Römer nachweislich waren, gibt es Eselswege, Eselssteigungen, Eselsschinderwege und Esels-Gewann-Namen. Also stammt unser EselshohI-Name auch von den Römern.

Laut Leopold Feigenbutz gaben die Römer den ansteigenden Wegstellen den Namen der Esel, weil sie ihre Lasten meist mit diesen Tieren transportierten, die an diesen Steigungen geschunden wurden.

Die landläufige Meinung, dass der Name Eselshohl durch die herrschaftlichen Diener, die mit Eseln Wasser zur Burg schleppten, herstammen soll, ist nachvollziehbar, aber falsch, denn der Ursprung dieser Bezeichnung lag eindeutig, wie oben nachgewiesen, bei den Römern.

Um 295 nach Christus

Nachdem die Römer alles vermessen hatten, verpachteten sie die Parzellen an römische Vetaranen des Heeres und an die Gallisohen Einheimischen.

Dann wurden die ersten Wohn- und Handwerksbehausungen an der Weilergasse und entlang der Kohlbach erbaut. Die Römer nannten dann das ganze Sulzfelder Gebiet ~Soliafeldia", also Sonnenfeld, weil die Sonne in jede Ritze der Felder hinein schien (und bis heute noch scheint). Die Seem0hle nannten sie Wilrem0hie, als Mühle am Weiler.

Um 330 nach Christus

Im Jahre 330 n.Chr, hat der rOmische Landvogt Corrius Torquatus auf dem Ravensburghügel ein kleines Bergschloss errichtet. Er nannte das Schloes Ravanius, nach dem Namen seines Vetters, der Ravainiam hieß. Dieser Ravainiam war demnach Urheber des Namens Ravensburg.

In allen Chroniken wird der von Wimpfen kommende Raven de Wimpina als Namensgeber der Ravensburg bezeichnet. Das ist insoweit richtig, aber nur weil er ein Nachkomme dieses Ravainiam war.

Der Name Corrius wird ins Deutsche mit "Rabe" 0bersetzt, woraus dann der Vorname Raban entstand. Dieser Torquatus und sein Vetter Ravainiam nannten sich dann grundsatzlich als erste Raban von Ravensburg.

Um 500 nach Christus

In den Jahren zwischen 300 - 700 n.Chr., als zuerst die Alamannen und dann die Franken Sollsfeldia beherrschten, wurde dann das Bergschloss des Raban von Ravensburg, weil es aus Stein und römischen Ursprunqs war, zerstört.

Um 600 nach Christus

Etwa 600 n.Chr, haben die Alamannischen Bauern aus den Abbruchsteinen des Bergschlosses die Fundamente für ihre ersten BauemhOfe im Bereich des heutigen Rentamtes verwendet. Durch die fruchtbaren Ackerflächen in "Solisfeldia" wurden diese zu Großbauem und vermischten sich mit den Franken. Diese so genannten "Unterrasalen" und der herrschende Gaugraf Wolfram erbauten dann zu ihrem Schutz eine Tiefourg am heutigen Rentamt.

Das jetzt entstandene Grafengeschlecht derer von Oetingen erweitert® die Tiefburg zu einem Wasserschloss. Der Wassergraben wurde von der Lohnbach, welche damals fast soviel Wasser wie die Kohlbach führte, durch einen künstlichen Kanal gefüllt.

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