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Historische Baulichkeiten - um Christi Geburt

Details

 

Die Zeit um Christi Geburt

Unser Gebiet war nach Abzug der Kelten während der Zeit um Christi Geburt fast siedlungsleer, aber schon bald wurden von den Römern Bauemhöfe, Gebäude mit der Bezeichnung ,Villa Rustika" erbaut, und zwar bei der Heuscheuer und am Hesselsee kurz vor Zaisenhausen. In deren Umfeld sind viele römische Tonscherben gefunden worden, die dies bestätigen.

Um 200 nach Christus

Das Getreide, das die römischen Gutshöfe produzierten, musste auch zu Mehl gemahlen werden. Deshalb bauten die Römer 200 n.Chr, die Seemühle in einfachsten Grundzügen auf und nannten sie Wilremühl am Ur-Sulzfelder Weiler.

Auch verlegten sie an der Weilergasse die ersten Sandsteinplatten aus den Anfängen der Steinbrüche im Kruschhalder Gebirge (Ochsenburger Wald), welche dann die erste Brücke über den Kohlbach war.

Alle umliegenden Bauernhöfe, die römische Warte auf dem Ravensburghügel sowie die Seemühle und die schon von Kelten entdeckten warmen Quellen in der Sulzfelder Badstube wurden durch Straßen und Wege miteinander verbunden.

Um 220 nach Christus

Mit Sicherheit sind den Römem die warmen Quellen in der Sulzfelder Badstube, welche sich entlang der Kohlbach zwischen der heutigen Gartenstral~ (Gänsweide) und der Mühlbacherstraße (Förster) befanden, nicht entgangen.

Im 19. Jahrhundert bestätigte ein Herr Dr. Bauer vom Wasseramt des Pfinzkreises, dass die 1810 entdeckten warmen Quellen schon von den Römern und später auch von den Tiefburgbewohnern (Rentamt) benutzt worden waren.

In alten Ortsplänen heißt die heutige Bachstraße Badgasse, weil diese Gasse direkt zu den Badstuben führte.

Noch heute werden bei tieferen GaÉenarbeiten in diesem Gebiet SandsteinplaËen gefunden, welche sicherlich als Rand- und Unterlagsplatten um die warmen Quellen herum verlegt waren. Auch könnte man sich deshalb auf diesen Platten typisch römische Kuppeldach-Zelte als Umkleide-Kabinen vorstellen, worin sich die Römer vor 1800 Jahren für ihre täglichen Thermalbäder vorbereiteten.

Um 250 nach Christus

Auf dem HOhepunkt der römischen Besatzungszeit um 250 n.Chr, wurden auch um Sulzfeld herum von den R6mem Stra~)en gebaut Diese Stral~,en hat Kad Dettling aus Mühlbach erforscht und deren Vedauf beschdeben. Eine der wichtigsten römischen MilËàr-Straßen verlief vom Kastellplatz Wahlheim über das Vicus-Dorf Güglingen, östlich um Mühlbach herum zur Sulzfelder Villa Rustika an der Heuscheuer, weiter am Pfahlweg vorbei, über den heutigen Tunnel zum Olberg, über die Bundesstra[àa 293 zum Lipplesberg, durch den Forlenwald zur Villa Rustika am Hesselsee (der zweiten Villa Rustika in Sulzfeld), dann weiter über Menzingen, Neuenbürg, Zeutem zum SlTal.~,en-Vicus-Dorf Stetlfeld.

Um 260 nach Christus

Eine andere römische Nebenstraße zweigte 260 n.Chr, von der oben beschriebenen Milit~rstraße ca. 2 Kilometer vor Mühlbach beim Pfisterhof und bei den keltischen Grabhûgeln nach Westen ab und verlief an der höchsten Sulzfelder Stelle (332 Meter Höhe) dort, wo die Kohlbach entspringt, über den Riesenhof nach Stemenfels, Flehingen, Kraichtal bis nach Kirrlach.

Um 275 nach Christus

Die Römer bauten auf fast jedem Kraichgauhügel um 275 n.Chr, eine hohe Warte. Nachgewiesen sind solche auf dem Wilfenberg bei Derdingen, am Götzenberg bei Flehingen, auf dem Burgberg in Stemenfels, auf dem Eichelberg bei Elsenz, auf dem Steinsberg bei Weiler, auf dem Stocksberg bei Stockheim, auf den Michelsbergen bei Cleebronn, bei Grombach und bei Gundelsheim.

Wenn auf jedem dieser Hügel eine römische Warte stand, dann stand erst recht und mË Sicherheit auch eine auf unserem Ravensburghügel.

Jede dieser hohen Warten war aus Holz, ähnlich den Chartaquen der Eppinger Linien, aufgebaut. Die römische, hohe Warte auf dem Ravensburghügel wurde abzweigend von der Militärstraße, gleich nach Mèhlbach am heutigen Römerstein, den Himmelreichbach überquerend und dann in etwa der heutigen Stral3e nach M0hlbach folgend, erreicht.

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